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Führung in die Vergangenheit Hildens
Nachdem die AWO in der Vergangenheit bereits mehrere Rundgänge zu den Stolpersteinen in der Innenstadt veranstaltet hat, widmet sie sich nun einem neuen historischen Thema: der Zwangsarbeit während des Dritten Reichs in Hilden. Über 4.300 Zwangsarbeiter*innen mussten in Hilden während des zweiten Weltkriegs gegen ihren Willen in Hildener Unternehmen arbeiten. Als Kriegsgefangene oder sogenannte „Zivilarbeiter*innen“ nach Hilden verschleppt, arbeiteten sie, für die Bevölkerung gut sichtbar, in Fabriken, Geschäften, Haushalten und auf Bauernhöfen in der ganzen Stadt. Nach dem Krieg wurde über die Geschichte der Zwangsarbeit wenig gesprochen. Bis heute nimmt die Auseinandersetzung mit Zwangsarbeit nur wenig Raum in der Gedenk- und Erinnerungsarbeit ein; besonders über das Schicksal der in Hilden verstorbenen Zwangsarbeiter*innen ist wenig bekannt. Die Stadtführung soll deswegen die Geschichte der Zwangsarbeit in Hilden anhand einiger Beispiele beleuchten. Wer waren die gestorbenen Zwangsarbeiter*innen in Hilden, wo haben sie gelebt, bei welchen Unternehmen gearbeitet, wie sind sie gestorben? Diese Fragen sollen an mehreren Stationen beantwortet werden Die Führung am 26. März mit Moritz Schumann vom Arbeitskreis Stolpersteine beginnt um 15 Uhr vor dem Seiteneingang des Hildener Stadtfriedhofs (am Feuerwehrhaus) und endet im AWO Josef-Kremer-Haus. Dort besteht dann die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich über das Gehörte auszutauschen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.